Begleitung in der Trauer

Für Trauer ist meist kein Platz - in unserer lebensfrohen, auf Zukunft ausgerichteten Gesellschaft ohnehin nicht. Wer einen lieben Menschen verloren hat, durch Tod oder auch durch Trennung, erfährt, dass die Trauer gerade dann gewaltig zu zehren beginnt, wenn die Formalitäten erledigt sind und die Menschen in der Umgebung meinen, jetzt müsse der/die Trauernde doch wieder "normal" funktionieren.

Viele Trauernde reagieren darauf, indem sie versuchen, den Verlust alleine zu bewältigen und ziehen sich immer mehr aus ihrem Umfeld zurück. Dabei braucht Trauer ihre Zeit - Trauerwege sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Vor diesem Hintergrund bieten die Hospize im Erftkreis verschiedene Möglichkeiten der Trauerbegleitung an.

Ehrenamtliche Frauen und Männer, die in intensiver und fachkundiger Ausbildung zu Trauerbegleitern befähigt wurden, begleiten in der häuslichen Umgebung der Trauernden - eben dort, wo die Trauer stattfindet, wo sie "zuhause" ist. Je nach individueller Situation der Trauernden und deren persönlichem Trauerweg gestalten sich die Besuchsabstände und die Dauer der Begleitung - auch über längere Zeit hindurch.

Gesprächsreihen für trauernde Menschen werden in der Regel einmal jährlich in der Region angeboten. Dabei treffen sich die Trauernden für einen begrenzten Zeitraum - meistens 5 Nachmittage/Abende - und teilen unter der Moderation von zwei Leitern ihre Trauererfahrungen. Jedes Treffen steht dabei unter einer eigenen Thematik. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Bröschüre "Befähigung und Begleitung" auf Seite 31.

Wenn Sie für sich oder Ihnen nahestehend Menschen Unterstützung in der Trauer wünschen, wenden Sie sich bitte an ein Hospiz in Ihrer Nähe.